Xi'an: der komplette Reiseführer
Xi'an war dreizehn Dynastien lang Hauptstadt und ist heute die einzige chinesische Großstadt, in der man eine vollständig erhaltene Stadtmauer zu Fuß umrunden kann. Der Kern ist klein: Mauer, Glockenturm, Moschee und Viertel liegen innerhalb von zwei Kilometern. Der eine Ausflug, der alles andere sprengt, liegt 35 Kilometer östlich – und genau dort passieren die meisten Fehler.
Xi’an ist die Stadt, die den meisten Chinareisenden als Erstes einfällt, wenn sie an „altes China” denken – und die dann oft nur als Tagesausflug zur Terrakotta-Armee abgehakt wird. Das ist ein Fehler, aber nicht der schlimmste.
Der schlimmste Fehler ist die Annahme, die Armee sei ein Museum am Stadtrand. Sie liegt 35 Kilometer östlich in Lintong, die Fahrt dauert eine Stunde, und der Andrang ist so, dass man früh losfahren muss. Wer um zehn Uhr am Bahnhof steht, sieht die Grube 1 um zwölf – zusammen mit zehntausend anderen.
Diese Seite ordnet Xi’an in der Reihenfolge, in der es funktioniert: erst der Ausflug, dann die Stadt, die zu Fuß erreichbar ist.
Anreise
| Weg | Dauer | Preis | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Flughafen (XIY) → Stadtmitte, Metro | 60–75 Min | ca. 8 ¥ | Linie 14 ab Terminal 5 bzw. „Flughafen West" (T1–T3), Umstieg am Bahnhof Nord (北客站) auf Linie 2 bis Zhonglou. Letzte Züge: 22:24 ab T5, 23:22 ab Flughafen West. |
| Flughafen → Stadtmitte, Taxi / Didi | 45–60 Min | 100–140 ¥ | Nur am offiziellen Taxistand einsteigen, Preis auf dem Meter. Fahrer, die im Terminal ansprechen und „Festpreis" anbieten, meiden. |
| Hochgeschwindigkeitszug | 35 Min mit der Metro | je nach Strecke | Am Bahnhof Nord (西安北站): Alle Schnellzüge nach Peking, Shanghai und Chengdu halten hier, nicht am Hauptbahnhof. Linie 2 führt direkt bis Zhonglou. |
| Hauptbahnhof (西安站) | 10 Min zu Fuß | — | Nur Regional- und Nachtzüge. Der Vorplatz ist der Ausgangspunkt für Bus 306 zur Terrakotta-Armee – und der Ort, an dem die meisten unseriösen „Touren" verkauft werden. |
Wo wohnen
Innerhalb der Mauer (Zhonglou / Beilin)
+ Alles im Zentrum zu Fuß erreichbar, viele Restaurants, abends belebt
− Straßenlärm, Hotels ohne Parkplatz, zum Bahnhof Nord 35 Minuten Metro
- Eastern House Boutique Hotel Ruhige Seitenstraße nahe der Mauer, kleine Anlage mit Innenhof
- Sofitel Legend People's Grand Hotel Historischer Bau von 1953, Garten, gehobene Preisklasse
- Grand Park Xi'an Direkt an der Südseite der Mauer, guter Ausgangspunkt für den Mauerrundgang
Qujiang / Große Wildganspagode
+ Ruhiger, moderne Hotels, Museen und der beleuchtete Nachtmarkt in Gehweite
− Zum Glockenturm 20–25 Minuten Metro, weniger Straßenessen
- The Westin Xi'an Große Anlage nahe dem Qujiang-See, ruhig, guter Standard
- Holiday Inn Express Xi'an Big Goose Pagoda Preiswerte Kette, zehn Minuten zur Pagode
Sehenswürdigkeiten
Nummern gelten für Karte und Routen weiter unten. Alle Uhrzeiten in Ortszeit (UTC+8) – das sind sechs Stunden vor Deutschland im Sommer, sieben im Winter.
Zwei Viertel sind als gestrichelte Kreise markiert (siehe „Wo wohnen")
Ausflugsziele außerhalb der Stadt werden in der Ansicht „Stadtzentrum" ausgeblendet – über „Alle" werden sie sichtbar. Amap und Baidu zeigen dieselben Orte leicht versetzt (amtliches GCJ-02-System); diese Karte rechnet in WGS-84.
Was man sehen sollte 5 Orte
Die Anlage besteht aus zwei Teilen: dem Museum mit den drei Gruben und dem 1,5 Kilometer entfernten Lishan-Park (丽山园) mit dem eigentlichen Kaisergrab. Das Ticket gilt für beide, der Shuttle dazwischen ist kostenlos. Grube 1 ist die Halle aus den Postkarten, Grube 2 und 3 sind kleiner, aber weniger überlaufen – und Grube 3 zeigt, wie die Aufstellung gedacht war. Wer nur eine Stunde bleibt, sieht nicht mehr als ein Foto, das er schon kennt.
Ohne Erklärung stehen 8 000 Figuren in einer Halle. Die Beschilderung nennt Ausgrabungsdaten und Truppengattungen, aber nicht, warum die Armee in dieser Formation steht und was die Gesichter unterscheidet. Wer die Anlage als Friedhof eines Kaisers versteht, sieht sie anders – dafür braucht man einen Führer oder mindestens ein sehr gutes Buch.
Führung ansehen →- Öffnungszeiten
- Kartenverkauf 08:30–17:00, letzter Einlass 17:00, Schließung 18:30 – täglich, auch montags
- Geschlossen
- Kein Schließtag; Sonderregelungen an Feiertagen (dann verlängerte Öffnung)
- Eingang
- Bus 306 (游5) ab dem Vorplatz des Hauptbahnhofs, etwa 1 Stunde, ca. 8–10 ¥. Alternativ Metro-Linie 9 bis Huaqingchi und von dort Bus oder Taxi; vom Stadtzentrum mit Didi etwa 45–60 Minuten. Vorsicht bei „Touren", die am Bahnhof verkauft werden: Sie fahren häufig zu Nachbauten (siehe Fehler).
- Tickets
- Offizielle Seite bmy.com.cn oder WeChat-Mini-Programm „秦始皇帝陵博物院" (chinesisch). Am Eingang gibt es keine Tageskasse. Realnamen-Pflicht für alle Besucher, auch Ausländer. Der Pass wird bei der Buchung eingetragen und am Einlass kontrolliert. Kontingente werden sieben Tage vorher freigegeben (an Feiertagen zehn), morgens sind die Plätze zuerst weg – nachmittags ist es ruhiger. Halber Preis nur für chinesische Vollzeitstudierende mit Studentenausweis. Ticketseite (chinesisch, Pass wird akzeptiert) ↗
- Erwachsene 120 ¥ Gilt für Grube 1–3 und den Lishan-Park, Shuttle inklusive.
- Studierende (chinesisch, Vollzeit) 60 ¥
- Ab 65 Jahren, Kinder bis 16 in Begleitung frei Trotzdem realnamen-pflichtig reservieren.
Die Mauer ist ein geschlossener Ring von 13,74 Kilometern. Zu Fuß dauert das fünf bis sechs Stunden, mit dem Leihrad zwei bis zweieinhalb. Die südliche Yongningmen (永宁门) ist der Hauptzugang und abends beleuchtet; die Ost- und Westtore sind ruhiger und haben ebenfalls Fahrradstationen.
Wer die Mauer nur als Aussichtsplattform nutzt, verpasst den Maßstab: Von oben sieht man, dass die Altstadt ein Rechteck ist und alles außerhalb später gebaut wurde. Ein Führer erklärt an den Zinnen, wie die Verteidigung funktionierte – und wo die Mauer 1926 und 1949 beschädigt und später rekonstruiert wurde.
Führung ansehen →- Öffnungszeiten
- Yongningmen 08:00–22:00; die übrigen Tore schließen früher, meist zwischen 18:00 und 20:00
- Geschlossen
- Kein Schließtag; einzelne Tore wegen Veranstaltungen gesperrt
- Eingang
- Metro-Linie 2 bis Yongningmen (永宁门), Ausgang D – direkt am Tor. Vom Glockenturm sind es 15 Minuten zu Fuß nach Süden.
- Tickets
- WeChat-Mini-Programm „西安城墙景区" oder Kasse am Tor. Der online gekaufte QR-Code wird seit dem 1. Juli 2026 nicht mehr gescannt. Seit dem 1. Juli 2026 läuft der Einlass über Ausweis-Scan oder Gesichtserkennung, nicht mehr über den QR-Code. Inhaber chinesischer Ausweise scannen durch; ausländische Besucher zeigen den Pass am besetzten Durchgang und sollten das Ticket trotzdem vorab kaufen, weil die Kasse am Wochenende lange Schlangen hat. Fahrrad: 45 ¥ für drei Stunden (Tandem 90 ¥), Kaution 100 ¥ pro Rad, Rückgabe an jedem der vier Tore, nach 20:00 Uhr nur am Südtor.
- Erwachsene 54 ¥
- Kinder und Studierende 27 ¥
- Leihrad, 3 Stunden 45 ¥ Tandem 90 ¥. Kaution 100 ¥, Rückgabe an jedem Tor.
- Elektro-Shuttle auf der Mauer 80 ¥ Nur sinnvoll bei Hitze oder mit Kindern.
Das Museum zeigt, warum Xi'an überhaupt Hauptstadt war: Bronzen der Westlichen Zhou, Terrakotten der Han, Gold und Glas der Tang aus den Gräbern rings um die Stadt. Der Rundgang führt chronologisch durch drei Säle; wer wenig Zeit hat, nimmt Saal 2 und 3 (Han bis Tang). Die Sonderausstellung mit den Schätzen kostet extra und ist der Grund, warum viele wiederkommen.
- Öffnungszeiten
- 08:30–19:00 (Hauptgebäude), 08:30–18:00 (Zweigstelle Qin-Han); Kassenschluss jeweils eine Stunde vorher
- Geschlossen
- Montags (außer an Feiertagen)
- Eingang
- Metro-Linie 3 oder 4 bis Dayanta (大雁塔), dann 10 Minuten zu Fuß nach Westen; oder Linie 2/3 bis Xiaozhai (小寨), 7–8 Minuten nach Osten. Adresse: Xiaozhai Donglu 91.
- Tickets
- WeChat: offizieller Account „陕西历史博物馆" → 门票预约. Chinesische Nummer nötig, der Pass wird eingetragen. „Frei, aber nicht ohne Ticket": Es gibt keine Kasse, nur die Reservierung. Kontingente werden täglich um 17:00 Uhr Ortszeit freigegeben, buchbar sind sie bis zu fünf Tage vorher; in den Ferien ist der Andrang so groß, dass die Plätze in Minuten weg sind. Tageslimit rund 12 000 Besucher. Wer kein WeChat-Konto einrichten will, sollte diesen Punkt aus der Route streichen – ein Ersatz ist das Museum für Steinschriften (碑林), das Tickets an der Kasse verkauft.
- Basisausstellung frei Nur mit Realnamen-Reservierung, kein Zutritt ohne Ticket.
- Schätze-Ausstellung (大唐遗宝) 30 ¥ Eigener Saal, eigenes Ticket, lohnt sich.
Kein Minarett, keine Kuppel: Die Moschee von 742 ist in chinesischer Hofarchitektur gebaut, mit vier Höfen, Steinbögen und Holztoren. Der Gebetssaal ist für Nichtmuslime gesperrt, der Rest ist begehbar. Wer durch die Gassen des Viertels läuft, sollte diesen Ort nicht auslassen – er erklärt, warum die muslimische Gemeinde hier seit 1 300 Jahren sitzt und nicht als Fremdkörper wirkt.
- Öffnungszeiten
- 08:00–20:00, letzter Einlass 19:00
- Geschlossen
- Während der fünf Gebete ist der Hof teilweise gesperrt
- Eingang
- Vom Glockenturm 10 Minuten zu Fuß nach Nordwesten, Eingang über die Huajue-Allee (化觉巷) hinter dem Trommelturm. Die Gasse ist eng und wird von Händlern gesäumt – der Eingang liegt am Ende links.
- Tickets
- Kasse am Eingang, Barzahlung oder QR-Code.
- Erwachsene 25 ¥
- Kinder, Senioren ermäßigt
Die beiden Türme stehen 300 Meter auseinander und markieren die Kreuzung der beiden Achsen der Altstadt. Der Glockenturm ist das Bild, das jeder aus Xi'an kennt; der Trommelturm zeigt im Innern Trommeln und eine kleine Ausstellung zur Zeiteinteilung. Einzeln 30 ¥, zusammen 50 ¥ – zusammen lohnt sich nur, wenn man beides besichtigen will, was selten der Fall ist.
- Öffnungszeiten
- 08:30–21:30 (1.1.–10.10.), 08:30–18:00 (11.10.–31.12.); letzter Einlass 30 Minuten vor Schluss
- Geschlossen
- Kein Schließtag
- Eingang
- Metro-Linie 2 bis Zhonglou (钟楼), Ausgang C. Der Glockenturm steht mitten auf der Kreuzung und ist über eine Unterführung erreichbar.
- Tickets
- Kasse am Turm, QR-Code oder Alipay.
- Glockenturm einzeln 30 ¥
- Trommelturm einzeln 30 ¥
- Kombi 50 ¥
Wenn noch Zeit ist 3 Orte
Kurzfassung statt Datenblatt – diese Orte lohnen sich, wenn der Tag Luft hat.
- 6 大雁塔Dàyàntǎ · Große Wildganspagode
Der Turm selbst ist ein Treppenhaus mit Ausblick; die Aussicht ist gut, aber nicht besser als die von der Mauer. Wer wenig Zeit hat, nimmt den kostenlosen Vorplatz mit dem Brunnen und lässt Tempel und Turm aus.
Der Ziegelbau von 652 ist das Wahrzeichen des Viertels Qujiang und steht in einem buddhistischen Tempelgelände. Abends wird der Platz nördlich davon zur Bühne: Die Springbrunnen laufen mehrmals täglich, der beleuchtete Bereich heißt 大唐不夜城 und ist kostenlos.
- Geöffnet
- 08:00–17:00 (Tempel), Turm bis 30 Minuten vor Schluss besteigbar
- Geschlossen
- Kein Schließtag
- Eingang
- Metro-Linie 3 oder 4 bis Dayanta (大雁塔), dann 5 Minuten zu Fuß. Vom Nordplatz führt eine Fußgängerachse bis zum Nachtmarkt.
Sieben Geschosse, 64 Meter: gebaut, um die aus Indien gebrachten Schriften zu lagern. Foto: Alexey Komarov · CC BY-SA 4.0 - 7 碑林博物馆Bēilín bówùguǎn · Museum der Steinschriften
Ohne Interesse an chinesischer Kalligrafie ist es eine Halle voller grauer Steine. Wer es trotzdem besucht, sollte Saal 2 mitnehmen (Tang-Steinplatten) – dort wird die Technik sichtbar, mit der Texte über Jahrhunderte kopiert wurden.
Über 1 000 Steinplatten mit konfuzianischen Klassikern, kaiserlichen Edikten und berühmten Schriftstücken. Die Sammlung ist der Grund, warum sich chinesische Gelehrsamkeit so verbreitete, wie sie es tat: parallele Abreibungen statt handschriftlicher Kopien.
- Geöffnet
- 08:00–18:00 (März–November), 08:00–17:30 (Dezember–Februar)
- Geschlossen
- Montags
- Eingang
- Vom Glockenturm 15 Minuten zu Fuß nach Süden an der Mauer entlang, Eingang an der Sanxue-Straße.
- 8 华清宫Huáqīnggōng · Huaqing-Palast
Der Großteil der Anlage ist rekonstruiert; die historischen Becken sind klein und werden von Reisegruppen umlagert. Wer ohnehin zur Terrakotta-Armee fährt und Zeit übrig hat, kann es mitnehmen – als eigener Ausflug lohnt es selten.
Kaiserliche Badeanlage am Fuß des Lishan, bekannt aus der Tang-Zeit. Abends läuft hier eine inszenierte Show (长恨歌), die separat gebucht wird und im Sommer regelmäßig ausverkauft ist.
- Geöffnet
- 07:00–19:00 (März–November), 07:30–18:00 (Dezember–Februar)
- Geschlossen
- Kein Schließtag
- Eingang
- Metro-Linie 9 bis Huaqingchi (华清池), dann 10 Minuten zu Fuß. Liegt auf dem Weg zur Terrakotta-Armee.
AnzeigeKeine Lust, zum Freigabezeitpunkt um ein Zeitfenster zu kämpfen: Ticket mit Reservierung →
Routen
Die Zahlen sind die Nummern der Sehenswürdigkeiten oben.
Xi'an an einem Tag
Wer auf der Durchreise ist und die Terrakotta-Armee zwingend sehen will- Tag 1 1 2
- Morgen
- 07:00 Uhr los, Bus 306 zum Museum, Grube 1 zuerst, danach 2 und 3.
- Nachmittag
- Zurück in die Stadt, Mittagessen im muslimischen Viertel, dann Stadtmauer am Südtor.
- Abend
- Glockenturm von außen, Abendessen im Viertel.
Xi'an an zwei Tagen
Der übliche Rahmen – ein Tag Ausflug, ein Tag Stadt- Tag 1
- Tag 2
Xi'an an drei Tagen
Mit Zeit für Museen und die Umgebung- Tag 1 1
- Morgen
- Terrakotta-Armee in Ruhe, beide Teile der Anlage.
- Nachmittag
- Huaqing-Palast oder Rückkehr in die Stadt.
- Abend
- Muslimisches Viertel.
- Tag 2
- Tag 3 6
- Morgen
- Wildganspagode und Tempelgelände, danach Qujiang-See.
- Nachmittag
- Zeit für Essen und Märkte; Alternativ: Tagesausflug zum Hua Shan (Berg, 1,5 Std Zug).
Vorher buchen
Alle Uhrzeiten auf dieser Seite sind Ortszeit (UTC+8) – die Zeit in China, sieben Stunden vor Deutschland im Winter und sechs im Sommer. Ein Kontingent, das dort um 20:00 Uhr freigegeben wird, ist hier 14:00 Uhr (Sommerzeit) oder 13:00 Uhr (Winterzeit).
- Terrakotta-Armee: Realnamen-Ticket sieben Tage vorher, an Feiertagen zehn. Morgens zuerst weg, nachmittags entspannter.
- Geschichtsmuseum Shaanxi: kostenlos, aber nur mit Reservierung; Freigabe täglich 17:00 Uhr Ortszeit, buchbar bis fünf Tage vorher. Ohne WeChat-Konto nicht machbar.
- Stadtmauer: kein Vorverkauf nötig, aber seit Juli 2026 läuft der Einlass über Ausweis oder Gesichtserkennung – Pass mitnehmen.
- Huaqing-Abendshow (长恨歌): im Sommer oft Wochen vorher ausverkauft, separate Buchung.
AnzeigeWenn das Reservierungssystem klemmt: Touren ansehen →
Typische Fehler
- Die „Terrakotta-Armee" am Bahnhof: Am Vorplatz werden Ausflüge verkauft, die zu Nachbauten führen – „Kaiserliches Mausoleumsmuseum", „Halle der acht Weltwunder", „Qinling-Palast". Diese Orte liegen zwei bis fünf Kilometer entfernt, kosten Eintritt und zeigen Nachbildungen. Wer im Bus sitzt, merkt es erst am Tor. Nur den Bus 306 (游5) ab dem offiziellen Stand nehmen oder mit Didi direkt zum Museum fahren.
- Fahrer, die erklären, der Bus fahre heute nicht: Das ist der häufigste Einstieg in die oben genannte Falle. Der Bus fährt täglich.
- „Kostenlose" Führungen mit Einkaufsstopp: Der Standardablauf sind Jadedepots und Teezeremonien, in denen der Führer Provision bekommt. Bei gebuchten Touren vorher prüfen, ob „shopping stops" ausgeschlossen sind.
- Preise im muslimischen Viertel: In der Hauptgasse das Zwei- bis Dreifache des Preises in den Nebenstraßen. Ohne Preisauszeichnung vorher fragen.
- Stadtmauer-Fahrräder: Kaution 100 ¥ pro Rad, Rückgabe nach 20:00 Uhr nur am Südtor. Wer das überzieht, zahlt pro angefangene zehn Minuten nach.
- Geschichtsmuseum „Restkarten" am Eingang: Es gibt keine Tageskasse. Angebote vor dem Gebäude sind Weiterverkauf von Reservierungen und werden am Eingang abgewiesen.
Erlebnisse
Drei Dinge, die man in Peking tut und nicht nur ansieht – mit Preisen und dem, was schiefgehen kann.
Muslimisches Viertel
回民街 · Huímín jiēEin Gassennetz nördlich des Trommelturms, in dem seit Jahrhunderten die muslimische Gemeinde der Stadt lebt und isst. Was hier verkauft wird, ist nicht „Straßenfood" im touristischen Sinn, sondern die Küche der Hui: Lammfleisch in Brühe mit zerbröseltem Fladenbrot (羊肉泡馍), kalte Nudeln mit Chiliöl (凉皮), geschmortes Schweinefleisch im Fladen (肉夹馍) und Nudeln, die auf den Tisch geschlagen werden (biangbiang 面).
Preise sind Verhandlungssache und unterscheiden sich zwischen den Ständen um Faktor zwei. Wer in der Hauptgasse (北院门) kauft, zahlt den Touristenpreis; zwei Gassen weiter westlich kostet dasselbe Gericht die Hälfte. Abends ist es voll, mittags leer und besser.
Rundfahrt auf der Stadtmauer
城墙骑行 · chéngqiáng qíxíng13,74 Kilometer auf einem breiten Steinbelag, an Zinnen vorbei, mit Blicken in die Altstadt und in die Neustadt. Die Räder gibt es an vier Toren, Rückgabe an jedem davon; die Zeit reicht für eine Runde mit Fotostopps.
Kurz vor Sonnenuntergang starten: Die Rückfahrt ist dann beleuchtet, und man umgeht die Mittagshitze. Nach 20:00 Uhr werden alle Räder am Südtor zurückgegeben, ab 21:30 wird es eng.
Nachtachse beim Wildgansviertel
大唐不夜城 · Dàtáng bùyèchéngEine zwei Kilometer lange Fußgängerachse zwischen der Pagode und dem Qujiang-See, abends vollständig beleuchtet, mit Straßenmusik, Bühnen und Essensständen. Kommerziell, aber der Maßstab ist sehenswert – und es kostet nichts, hineinzulaufen.
Am Wochenende ist es so voll, dass man kaum vorwärts kommt. Unter der Woche ab 20:00 Uhr ist es angenehm.
Aktualisierungen
- Seite erstellt. Alle Preise, Öffnungszeiten und Buchungswege gegen offizielle Quellen geprüft (Museum, Provinzdenkmalamt, Museumswebsite); wo Quellen sich widersprechen, steht das im Text.
Quellen
- 秦始皇帝陵博物院 – offizielle Öffnungs- und Buchungsinformation
- 秦始皇帝陵博物院 – Ticketing (Realnamen-Pflicht, Pass akzeptiert)
- 陕西省文物局 – Besucherleitfaden mit Preisen
- 陕西历史博物馆 – offizielle Seite (Öffnungszeiten, kostenlose Realnamen-Reservierung)
- 陕西日报 – Änderung des Einlasses an der Stadtmauer zum 1. Juli 2026
- 西安本地宝 – Tarife und Anmietung der Mauerfahrräder, Einlasszeiten der Tore
Etwas stimmt nicht mehr? Preise, Öffnungszeiten und Reservierungsregeln ändern sich in China schnell. Schreib uns eine Zeile – wir prüfen es.
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